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Höngeda, im Herzen Thüringens, an der Bundesstraße 247 gelegen, kann im Jahre 2016 auf eine urkundlich gesicherte Geschichte von mindestens 1191 Jahren zurückblicken. Die Jahreszahl 825 erscheint den Höngedaern als erstes überliefertes Ereignis.

Man ist sich sicher, dass Höngeda im 8. Jahrhundert bereits existierte. Die ersten Besitzer von Höngeda, das 198 m über dem Meeresspiegel liegt, werden in noch vorhandenen Urkunden als die Herren von Treffurt genannt. Höngeda als Ring- bzw. Haufendorf, gehörte im Deutschen Reich zur Provinz Sachsen. Der Ortsname selbst erscheint zwischen 825 und 876 zum ersten Male als Homde, Homgede und später als Hungede und Honigtal.

Der Ort liegt in einer Talmulde, der sogenannten Unstrutaue und ist nur durch seinen 36 Meter hohen Kirchturm weithin sichtbar. Dieser wurde im 14. Jahrhundert als Wachturm bzw. Wehrturm auf einem wichtigen strategischen Platz des äußeren Landgrabens 4 km vor der ehemaligen freien Reichsstadt Mühlhausen errichtet, um Mensch und Tier vor Natur- und Menschengewalten zu schützen. Später wurde das Kirchenschiff angebaut und wird seit dem als Gotteshaus genutzt. Der hölzerne Altar im Inneren der Kirche stammt aus dem 17. Jahrhundert. Gern können Gäste dieses Bauwerk auch von Innen betrachten.

Wer also Thüringen durchwandert, der begegnet auch der 734 Einwohner zählenden Ortschaft im Unstrut-Hainich Kreis, nur 4 Kilometer von der Kreisstadt Mühlhausen und 6 km vom geografischen Mittelpunkt Deutschlands entfernt. Für Ruhe und Entspannung sorgt das über 30 Jahre bestehende Naherholungsgebiet mit seinem Gondelteich, dem Ziergeflügelteich und dem angrenzendem Kleintiergehege, welches von Herrn Baldur Listemann jahrelang liebevoll gepflegt wurde und heute, genau in seinem Sinne, von der Familie Meux weitergepflegt und versorgt wird.

Nicht weit vom Gehege entfernt befindet sich der 1994 von Spendengeldern erbaute Spielplatz für unsere kleinen Gäste und in unmittelbarer Nähe befindet sich die Gaststätte „Am Gondelteich“ mit deutsch/ italienischer Küche und Übernachtungsmöglichkeit, sowie eine liebevoll geführte Pension, die zum Verweilen einladen.

Auch sportlich orientierte Gäste kommen in Höngeda auf ihre Kosten, denn direkt auf dem Anger befindet sich eine hochmoderne 4 Bahnen Kegelsportanlage, welche vom Sportverein HSV 1950 e. V. betrieben wird. Die aktiven Kegler konnten schon so manchen Sieg erringen, so auch in diesem Jahr, da erspielten sie erneut den Titel des Kreismeisters. Die Bahnen können über den Sportvereinsvorsitzenden Herrn Peter Koch auch gern angemietet werden. Auch hier besteht gleich nebenan die Möglichkeit im Gasthaus  „Zur Schänke“ einzukehren bzw. zu übernachten. Die Gaststätte bietet verschiedene Räumlichkeiten für Tagungen, Familienfeiern und öffentliche Veranstaltungen. Das liebevoll sanierte Haus befindet sich in Familienbesitz der Gebrüder Hesse und ist ebenfalls durch seine gutbürgerliche Küche weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt.

Viele Einwohner des Dorfes sind kulturell sehr aktiv. Da gibt es zum einen den Männerchor 1879 e. V. sowie den Frauenchor, der sich 1983 gründete. Die Chöre treten zu den vielfältigsten Veranstaltungen auf, es sei hier nur ein jährlicher Höhepunkt genannt, das ist das Weihnachtskonzert am dritten Adventsonntag in unserer Kirche.

Höngeda besitzt auch einen Carnevalsverein, den HCC 1970 e. V. Dieser Verein mit seinen über 50 Mitgliedern, ist weit über die Kreisgrenze hinaus bekannt für seine Professionalität. Die Faschingsveranstaltungen sind mit ihrem gut 4-stündigen Live-Programm jedes Jahr wieder ein besonderer Höhepunkt im Kreisgebiet. Deshalb verzeichnet man auch immer wieder viele Besucher aus Nah und Fern zu den einzelnen Veranstaltungen, sei es der Kinderfasching, die Prunksitzungen oder der Rosenmontagsball.

Etwas außerhalb vom Ortskern, jedoch deshalb nicht unbekannter, befindet sich das Schulzentrum „Janusz Korczak“, welches eine integrative Grundschule mit Ganztagsbetreuung und eine Förderschule mit Schwerpunkt geistige Entwicklung beinhaltet. Es ist ein Lernort für ca. 160 Förderschüler und 70 Grundschüler. Ein Besuch im Schul-Bibel-Klang-Kunst-Garten auf dem Gelände des Schulzentrums ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 8.00 bis 15.00 Uhr möglich und gern gesehen.

Gleich unmittelbar neben dem Schulzentrum befindet sich das 2004 erbaute neue Feuerwehrgerätehaus. Im Ort selbst sind mehrere Kleingewerbe angesiedelt. Das hochmoderne Ziegelwerk der Creaton AG am Ortsausgang in Richtung Bad Langensalza macht unseren Ort weltweit bekannt.

Wenn sie den Ort gern einmal von Oben überschauen wollen bzw. einen Blick in weitere Ferne werfen wollen, so empfiehlt sich ein Besuch des Steintischs, der sich in Richtung Bollstedt ca. 100 Meter nach dem Ortsausgangsschild in östlicher Richtung bei den 2 Linden befindet. Bei guter Sicht kann man über den Hainich hinweg bis zum Inselsberg sehen.

Haben wir sie neugierig gemacht? Besuchen sie uns! Wir sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder wenn sie Lust haben, auch per Rad über den Unstrutradweg gut zu erreichen.

Wir Höngedaer freuen uns über Besucher und laden sie ein, auch mal ein paar Tage hier zu verweilen.

Corina Schäffer