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Sieben Kilometer östlich von Mühlhausen an der B249 liegt Grabe, ein Ortsteil von Weinbergen. 997 wurde er als Grabaha in einer Urkunde Otto des III. erwähnt. Aber schon vor 10000 Jahren lebten Menschen am Kalkkopf bei Grabe.

Durch einen Hortfund von Steinwerkzeugen wurde das belegt. Heute heißt der Kalkkopf Birntal. Eine einzigartige Flora ist dort zu den verschiedenen Jahreszeiten anzutreffen. Es blühen im Frühjahr das seltene Frühlingsadonisröschen und im Vorsommer die Esparsette.

Das Birntal ist ein Naturdenkmal. Von hier hat man einen sehr schönen Überblick über den Mühlhäuser Talkessel und zum Forstberg, die höchste Erhebung mit 385 m in der Flur.

In Fortsetzung des Birntales befindet sich auf der Schmachtel, der Gemarkungsgrenze zu Bollstedt, ein Flugplatz für Segel- und Kleinflugzeuge.

Grabe bildete sich 1964 aus den Orten Kleingrabe, links der Notter und Großgrabe, rechts der Notter gelegen. Beide Ortsteile waren von alters her landwirtschaftlich geprägt. Heute bewirtschaften 5 Vollerwerbsbetriebe und 6 Neben- erwerbsbetriebe die Grab’sche Flur. Einige Schafherden sorgen dafür, dass die Kulturlandschaft erhalten bleibt. Ein Landwirtschaftsbetrieb hat sich der Pferdezucht und dem Pferdesport verschrieben. Nach der Wende 1990 war es notwendig, andere Möglichkeiten für den Broterwerb zu finden.

7 Betriebe, 8 Handwerksbetriebe und 24 Verkaufs- und Dienstleistungseinrichtungen sind hier angesiedelt.

Besonders zu erwähnen ist die unter Denkmalschutz stehende, renovierte „Furthmühle“, ein Vier-Seit-Hof, der 1139 erstmals urkundlich erwähnt und zum Kloster Volkenroda gehörig war.

Von hier aus kann man zu Fuß durch die Flur in einer Stunde zum Kloster Volkenroda wandern. Grenzsteine zwischen der Stadt Mühlhausen und später Preußen und dem Herzogtum Schwarzburg-Sondershausen künden von vergangenen Zeiten.

Im Ort Grabe finden wir viele Fachwerkhäuser mit renovierten schönen Hausfassaden und in stand gesetzten Straßen.

Der überwiegende Teil der Wohnungen wird mit Erdgas beheizt. Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie Telefon- und Internetanschluss gehören zur Standardausrüstung. Ein Bebauungsgebiet ist ausgewiesen.

Das kulturelle Leben des Ortes prägen die Vereine, so z. B. der Feuerwehrverein, der Geflügelverein, der Kegelverein, der Fußballverein, die Frauengymnastikgruppe und die „Mutter-Kind-AG“, welche neben dem Heimatverein die jährlichen Kinderfeste auf dem wunderschönen Spielplatz mit weiteren Vereinen und Unterstützern organisiert.

In Vorbereitung der 1000 Jahrfeier gründete sich der Heimatverein, der die 1000 Jahrfeier des Ortes 1997 zu einem Höhepunkt führte. Der Kindergarten von Grabe, das „Haus für Kinder“, ist Teil der Kirchengemeinde Grabe und besteht seit dem Jahre 1856. In der Kirchengemeinde sind ebenfalls die Frauenhilfe und der Frauenkreis tätig. In der Georgskirche steht ein nach den Plänen des Hofbaurates Stühler gefertigter Altar. In der Kirchenruine St. Albanus soll nach ihrer Renovierung wieder der Schnitzaltar mit den 13 Figuren aus dem 16. Jahrhundert seinen Platz finden.

Über Jahrhunderte hinweg entwickelte sich das dörfliche Leben in seiner Vielfalt und das Dorf prägenden Traditionen. In der Einheitsgemeinde Weinbergen tragen die Bürger des Ortsteiles Grabe durch ihre Heimatverbundenheit und die Liebe zur Natur zur Erhaltung des dörflichen Charakters des Ortes bei.